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„Kleiner Stern“ e. V. in Aktion

Info- und Verkaufsstände in der Region zugunsten des Bethlehemer Baby-Hospitals

In den kommenden Tagen und Wochen ist der „Kleiner Stern“ e. V. wieder bei zahlreichen Veranstaltungen präsent. Mit Informations- und Verkaufsständen präsentiert sich der Verein und informiert über die Arbeit des Caritas-Baby-Hospitals der Kinderhilfe in Bethlehem. Im Angebot sind neben dem Kinderbüchlein mit der „Geschichte vom Kleinen Stern“ Olivenholzschnitzereien wie beispielsweise große und kleine Krippen, Figuren, Handschmeichler, Ornamente und einiges mehr direkt aus dem Heiligen Land. Am ersten Adventswochenende sind die Vereinsmitglieder bei drei Veranstaltungen anzutreffen:

Am 1. Dezember 2017 von 17.00 Uhr bis 22.00 Uhr und am 2. Dezember von 15:00 Uhr bis 22:00 Uhr auf dem Nikolausmarkt der Mooslandschule in Ottersweier. Ebenfalls am 2. Dezember beteiligt sich der „Kleine Stern“ um 20:00 Uhr beim Adventssingen der Kappelwindecker Pfarrgemeinde im dortigen Gemeindehaus und bietet hier zusätzlich zum üblichen Sortiment Weihnachtsgebäck an. Am ersten Adventssonntag, 3. Dezember, präsentiert sich der „Kleine Stern“ mit einem Stand in der Max-Grundig-Klinik auf der Bühlerhöhe zwischen 11:00 Uhr und 18:00 Uhr. Am 6. Dezember, ist der Verein beim Nikolausbasar im Krankenhaus Bühl vom 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr vertreten, am 7. Dezember zwischen 9.00 Uhr und 18.00 Uhr mit einem Stand in der Stadtklinik Baden-Baden. Schließlich kann man vor und nach dem Friedenslicht-Gottesdienst (Beginn 19:00 Uhr) in der Kappelwindecker Pfarrkirche am 21. Dezember nochmals an einem Vereinsstand einkaufen. Sicherlich wird man beim „Kleiner Stern“ e. V. fündig, wenn man auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk ist.

Der in Bühl-Kappelwindeck ansässige Verein wurde vor 16 Jahren aus der Taufe gehoben und engagiert sich seitdem im mittelbadischen Raum. Der in der Satzung festgeschriebene Vereinszweck ist die Unterstützung des Caritas Baby Hospitals der Kinderhilfe Bethlehem und die Weitergabe von Informationen rund um diese Einrichtung. Das Hospital ist die einzige Kleinkinderklinik im Westjordanland. In dieser Region leben rund 500.000 Kinder, für die das Hospital in Bethlehem damit die einzige Anlaufstelle darstellt. Die Kinderklinik versteht sich als Hoffnungsträgerin und Insel des Friedens für Kinder, Mütter und ihre Familien in einer politisch unsicheren Region.

Im Caritas Baby Hospital in Bethlehem wurden im vergangenen Jahr 46.000 Kinder behandelt – so viele Patienten wie noch nie in der über 60-jährigen Geschichte des spendenfinanzierten Krankenhauses. Alle Kinder erhalten Hilfe, unabhängig ihrer Herkunft und Religion. „Wir sind da“, das Leitwort der Kinderhilfe Bethlehem und des Caritas Baby Hospitals, ist Anspruch und Verpflichtung zugleich. Nur dank Spenden kann die Kinderhilfe Bethlehem ihre hoffnungsvolle Mission erfüllen und Kinderleben retten. Der „Kleiner Stern“ e. V. unterstützt das ganze Jahr über die Klinik mit seinen Aktionen und Veranstaltungen.

 


 

Musik für kleine Patienten in Bethlehem

Wunderbares Benefizkonzert unter der Ägide des Vereins „Kleiner Stern“ in der Pfarrkirche St. Maria

Bühl (kkö). Die Benefizkonzerte für das „Caritas Baby Hospital Bethlehem“ haben Tradition: Auf ihre Anfänge vor 20 Jahren blickte die Vorsitzende des veranstaltenden Vereins „Kleiner Stern“, Daniela Weißmann, am Sonntag, 8. Oktober 2017 in der gut besetzten Pfarrkirche St. Maria zurück. Vorausgegangen war die Begrüßung durch Pfarrer Hermann Bechtold. Unter der künstlerischen Leitung von Klaus-Martin Kühn, so Weißmann, werde liebevoll ausgesuchte Musik zu hören sein, gewidmet den kleinen Patienten des Hospitals. Sie verlas ein Grußwort des Freiburger Erzbischofs Stephan Burger, Protektor des Hospitals, der von seinem jüngsten Besuch berichtet: „Wer Gelegenheit hat, die Arbeit des Hospitals kennenzulernen, wird verändert und nachdenklich von dort weggehen“, schreibt er, und verweist darauf, wie der Kampf des Personals um die Gesundheit der Kinder etwa durch Wegsperren, Kontrollen und politische Machtkämpfe erschwert wird. Trotz der Herausforderungen gelinge im einzigen auf Kleinkinder spezialisierten Krankenhaus in den palästinensischen Gebieten die Zusammenarbeit von Christen und Muslimen „auf der Grundlage von Toleranz und Nächstenliebe“. Der Glaube sei stete Quelle der Hoffnung und der Lebenskraft.


Auf wundersame Weise entwickelt sich das Konzert zu einer Art Spiegel dieser Worte: Aus der Musik spricht besagte Hoffnung und Lebenskraft mit einer Eindringlichkeit, die den sakralen Raum geradezu mit Wärme erfüllt. Den Auftakt macht eine Mozart-Sonate in D-Dur zu vier Händen am Flügel, es musizieren Kühn und Magdalena Wolff. Einfühlsam, virtuos und homogen gestalten die Pianisten die Sonate, die nur im Andante ernst und getragen, besonders im abschließenden Allegro molto aber in Mozartscher Verspieltheit daherkommt. In Bachs „Mein gläubiges Herze“ aus der Pfingstkantate erklingt zum ersten Mal der glockenreine Sopran von Francesca Pospisil: Sie singt mit faszinierender Kraft und Innigkeit. Ihre wandlungsfähige Stimme beschert ergreifende Momente; begleitet von Kühn, wird diese im Verlauf des Abends auch in Werken von Händel, Mozart und von Flotow mal heiter, vorwitzig und leicht, mal sanft und zart erklingen, in Schuberts „Der Hirt auf dem Felsen“ schließlich im exzellent dargebotenen, von emotionalen Wechseln geprägten Zwiegespräch mit der Klarinette (Elisa Zimpfer). Auch die Pianisten konzertieren solistisch: Kühn spielt das berühmte Andante aus dem Klavierkonzert Nr. 21 C—Dur von Mozart; es fließt melodisch, die Interpretation wirkt so mühelos wie ausdrucksstark. Wolff wiederum widmet sich sensibel und souverän der Aria aus den Goldberg-Variationen. Drei Brahms-Walzer nach Liebesliedern spielen die beiden erneut vierhändig - romantisch, tänzerisch, schlichtweg wunderschön.


Eine Überraschung erweitert das Programm: Die erst achtjährige Olivia Benz singt zu Ehren der Kinder im Heiligen Land und des Vereins „Kleiner Stern“ im Duo mit ihrer Mutter Ankica den Abendsegen aus der Humperdinck-Oper „Hänsel und Gretel“; es folgt das Schlaflied „Guten Abend, gut‘ Nacht“ von Johannes Brahms, bei dem sich Vater Patrick hinzugesellt. Als das zarte und doch intonationssichere Stimmchen Olivias in der Kirche aufblüht (und während das Kind immer wieder den Blickkontakt mit der Mutter sucht), wird es beinahe unwirklich still, bevor die berührende Musik verklingt und Applaus aufbrandet. Olivia mutet an wie ein „kleiner Stern“, der das „leuchtende“ Konzert zusätzlich überstrahlt. Nicht nur für das Mädchen selbst dürfte dieser Konzertabend unvergesslich bleiben.